Kunst-Escort

•Oktober 19, 2009 • Kommentar schreiben

Die Schöne ist gekommen

Foto: Nofretete ® Neues Museum Berlin

Foto: Nofretete ® Neues Museum Berlin

Der betagten Dame sieht man ihr wahres Alter (ca. 3.340 Jahre) nicht an. Noch immer ist sie, was sie schon war, als der Bildhauer Tutmosis sie schuf: ein Schönheits-Idol. Doch Nofretete (zu deutsch: die Schöne ist gekommen) kann auch als Geistesgröße gelten, war sie es doch, die Ihrem Gemahl, dem Pharao Echnaton die Idee einflößte, die erste monotheistische Religion der Welt zu gründen.  Dies  geschah vermutlich nicht nur aus Frömmigkeit. Durch die Abschaffung der Viel-Götterei sollte auch die allzu mächtige Priesterschaft entmachtet werden, deren Oberhaupt nun der Pharao selber wurde – was dem listigen Paar den Thron und letztlich wohl auch das Leben kostete. Umso erfreulicher, dass die Schöne, wenn schon nicht nach Hause, so doch in ein schönes Haus eingekehrt ist, in das Neue Museum auf der Museumsinsel Berlin.

Das Neue Museum Berlin

Auch Bundeskanzlerin Merkel, deren taktischem Geschickt sicherlich mehr Glück beschieden sein mag, kam, sah und lobte.  Mögen die Besucher herbei strömen, um die in Kalkstein und Stuck verewigte schönste Frau der Welt zu sehen, noch lobens- und sehenswerter ist doch wohl ihr Palazzo,  das Neue Museum selbst. Die Musen von Berlin verneigen sich vor seinem Wieder-Erbauer, David Chipperfield.

Unser Tip: Falls Sie nicht in Schlangen anstehen wollen, können Sie ein Zeitfenster online buchen: www.neues-museum.de/oefnung.php

Falls  Sie mehr über das Schaffen und die Persönlichkeit des Architekten David Chipperfield erfahren wollen: www.davidchipperfield.co.uk/

Und falls Sie gar die schöne Pharaonin, Ihr neues Zuhause und die Berliner Museumsinsel gemeinsam mit einer schönen Muse zu besuchen und zu bewundern geneigt sind:
www.a-muse-tonight.de

Tim Raue lädt ins Quartier 206

•September 17, 2009 • Kommentar schreiben

umatoo –  die Sinneslust des Samurai

Für Genießer und Entdecker der feinen Küche hat Berlin eine exquisite neue Adresse: umatoo.

Seit Anfang September steht das Pendant zum Restaurant uma (konzipiert von Tim Raue und  ausgezeichnet mit 16 Punkten im Gault Millau) internationalen Gästen des Quartier 206 offen.

Inspiriert vom Life-Style Shanghaier Shopping Malls wagt Raue den Schritt hin zu einer „Fast Food“-Variante bester japanisch interpretierter Küche auf hohem Niveau.

Empfehlenswert: „Tuna Tatar, Gurkensaft & Wasabi Tobiko“

Empfehlenswert: „Tuna Tatar, Gurkensaft & Wasabi Tobiko“

luxuriös und unprätentiös

Eingebettet in das Who is Who der internationalen Top Designer ist das umatoo ein Ort, um sich eine genussvolle Pause vom Shoppen zu gönnen, sich mit Geschäftspartnern zum Lunch zu treffen, mit Freunden oder in charmanter Begleitung an einem der zentralen und schönsten Plätze Berlins das Glück gelassenen Genießens zu erleben.

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Thalia Friedell

•September 9, 2009 • Kommentar schreiben

„Liebe ist ein liebenswerter Wahnsinn“
(Chamfort)

Ihre Augen strahlen wie der Himmel über Venedig, langes terracotta-farbenes Haar, Korallenmund und Apfelbrüstchen, Alabaster-Haut und ein schlank-geschmeidige Körper, wie man ihn bei Tänzerinnen findet.

Thalia Friedell

Madonna oder Mätresse? Dem Geliebten ist Thalia beides zugleich.

Lassen Sie sich von Thalias Anmut, ihrer Intelligenz inspirieren und verführen von ihrer erotischen Abenteuerlust.  Eine hinreißende Muse!
Sie liebt und beflügelt den reifen, betont maskulinen uomo di mondo.
Trotz ihrer Jugend wirkt sie nie zu jung an Ihrer Seite.

Thalia Fiedell

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Coco Chanel, die Erfinderin der neuen Frau

•August 21, 2009 • Kommentar schreiben
Coco Chanel

Illustration: Carlos Obers

Sie haben den Film schon gesehen? Der deutsche Titel „Coco Chanel – Beginn einer Leidenschaft“ erweckt die Vorstellung, die Chanel sei eine hingebungsvolle Geliebte gewesen. Hingegeben hat sie sich indes nur für Geld. Geliebt hat sie sich selbst.  Und Leidenschaft empfand sie ausschließlich für ihre Mode.
Mode?
Die „Mademoiselle“, wie sie sich nannte, hat mehr geleistet, als schöne Frauen mit Parfüm zu besprühen und in ein schickes Outfit zu stecken.  Sie hat durch ihren Stil die Emanzipation und das Selbstbewusstsein der modernen Frau sichtbar gemacht.

 

Von Simone de Beauvoir bis Angela Merkel

Was eine Frau vom Mann unterscheidet, sei – von einigen Geschlechtsorganen abgesehen – allein die Rolle, welche ihr die Gesellschaft aufzwingt. So las man in „Das andere Geschlecht“, dem Buch, mit dem Simone de Beauvoir die Emanzipations-Bewegung bis heute beflügelt. Was brauchen Frauen mehr als diesen ideologischen Überbau? Sobald sie Universitäten absolvieren und zu Managerinnen, Ministerinnen, gar zu Staatshäuptern avancieren, brauchen sie Klamotten, in denen sie nicht wie Schaufensterpuppen dastehen. Wenn die Merkel und die von der Leyen sich heute dem Kabinett in femininen Anzügen statt in blumigen Fummeln präsentieren, dann folgen sie darin den energischen Fußspuren der Coco Chanel. Zunächst verlacht, dann verehrt reduzierte Coco die weibliche Mode auf schlichte Schönheit und Funktion. Vor fast hundert Jahren erfand sie das „kleine Schwarze“ und das Chanel-Kostüm aus Tweed – Jahrzehnte lang ein Markenzeichen der erfolgreichen Geschäftsfrau. Ihr größter Coup jedoch gelang ihr 1921: gemeinsam mit dem Parfümeur Ernest Beaux kreierte sie das erste synthetische Parfüm, das durch seinen sachlichen Namen auffiel „Nr. 5“ und durch seinen Flacon, der den Bauhaus Stil vorweg nahm. Bis heute das erfolgreichste Parfüm aller Zeiten, dabei keineswegs billig.

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Eine starke Frau: Herlinde Koelbl im Martin-Gropius-Bau Berlin

•August 7, 2009 • Kommentar schreiben

 

„Schönheit langweilt mich“

Herlinde_Koelbl-Plakat

Alle Fotos: ©Herlinde Koelbl

Im Berliner Martin-Gropius-Bau sind bis zum 1. November 2009 „Fotografien 1976-2009″ von Herlinde Koelbl zu sehen. Es ist die erste Werkschau der 69-Jährigen, die dafür aus tausenden Bildern 450 ausgesucht hat. Darunter Arbeiten aus Koelbl´s Fotoserien „Kinder“ (1994), „Spuren der Macht“ (1999), „Schlafzimmer“ (2002) und „Haare“ (2007). Auch unveröffentlichte Bilder kann der Besucher entdecken – darunter drei großformatige Exponate aus der neuen Reihe „Standeskleidung“ (2008).
Sehr lebendig, mit wachen Augen und gelocktem, hoch gebundenen Rotschopf ist Herlinde Koelbl alles andere als eine Greisin. Ihr Blick wirkt wach aber nie kalt, ihr Verstand scharfsinnig aber nie zynisch. So kommt es, dass selbst Joschka Fischer, der gewöhnlich gereizt auf Fotografen-Neugier reagiert, geradezu mit Vergnügen zuließ, wie die Koelbel seine Fress- und Hunger-Attacken über Jahre dokumentierte.

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Stella Lichtenberg

•Juli 6, 2009 • Kommentar schreiben

. . Springe über Deinen Schatten,

und Du stehst im Licht . .
Tania Blixen

Stella Lichtenberg

“Ich bin die Mitternachtssonne, die Deine Nacht zum Tage macht“.

Stella Lichtenberg ist der Inbegriff der nordischen Schönheit: 181 cm groß, Mode-Designerin, Catwalk-Model, naturblonde Haare, eisblaue Augen, Traumfigur.

Stella Lichtenberg weiterlesen ‘Stella Lichtenberg’

Das Venus-Prinzip

•Juli 6, 2009 • Kommentar schreiben

Das Ewigweibliche zieht uns hinan
Ich stehe in der Lobby des 5-Sterne Hotels. Wo wartet sie auf mich? Entspricht sie meinen Vorstellungen und werde ich ihr gefallen? Wie wird diese Begegnung mit einer Unbekannten wohl ablaufen? Ich habe sie aus dem Internet gewählt zu einem gemeinsamen Abend und einer intimen Nacht, sie, meine Muse, eine Künstlerin, von der es heißt, dass sie die Sprache der Liebe und der Verführung versteht.

Tizian, Venus von Urbino

Alle Lust will Ewigkeit
Was erhoffe ich mir von ihr? Ein Abenteuer mit erotischem Akzent? Geistreiches Flirten? Liebeslust mit grenzüberschreitender Geilheit? Oder ist es der Spaß an der Jagd nach der Femme fatale?

Wir sitzen nebeneinander im Theater, im Deutschen Theater. In der vierten Reihe. Kommen gerade noch rechtzeitig, um das Schauspiel auf der Bühne unmittelbar zu erleben. Ihre Hand berührt meine, ganz zart, während wir gebannt der Inszenierung von „Idomeneo“, interpretiert von Jürgen Gosch, folgen. Ich spüre die Wärme ihrer Haut. Wenige Meter vor uns, fast zum Greifen nah, nimmt auf der Bühne die Tragödie ihren Lauf: Krieg, Tod, Schuld und Verzweiflung. Und wir berauscht von Liebe. weiterlesen ‘Das Venus-Prinzip’

Der Boros Bunker

•Juni 18, 2009 • Kommentar schreiben

Ein Berliner Bunker aus der Nazi-Zeit ist das Eldorado für Gegenwartskunst?

Als Christian Boros seinen Plan offenbarte, aus dem monströsen Hochbunker in der Reinhardtstraße 20 ein Museum zu machen, hielt man dies für die wahnwitzige Idee eines Privatsammlers. Fakt ist, dass ihm damit eines der wichtigsten Kunst-Projekte gelungen ist, die Berlin zu bieten hat. Ohne Übertreibung: eine Sensation.

Monika Sosonowska, „Ohne Titel“, 2005 <br>Foto: Copyright NOSHE

Monika Sosonowska, „Ohne Titel“, 2005 Foto: Copyright NOSHE

Mit seiner labyrinthischen Raumstruktur zählt der Bunker zu den faszinierenden Kunsthäusern der Gegenwart. Vor allem auch deshalb, weil er mehr ist als ein Museum oder eine Galerie: ein Gesamtkunstwerk, das die Freiheit heutiger Kunst in klugen Kontrast setzt zur Angst, Enge und Beklemmung der Krieg mit sich bringt und die der Bunker den Besucher spüren lässt.

Wer das Gebäude betritt, die schweren Stahltüren hinter sich schließt, kommt  in eine andere Welt. Überall Beton, gezeichnet von den Spuren der Zeit. Kein Laut dringt von außen in das fensterlose Verlies. Kein Handyempfang. Im Eingangsbereich eine Glocke. Hoch oben schwingt sie. Unheimlich an der Decke, ohne Schlegel, ohne Glockenton. Eine stumme Mahnerin. Eine halbe Tonne schwer.

Erleben statt verstehen

„Ich sammle Kunst, die ich nicht verstehe“. So lautet das Credo von Christian Boros. Damit sind unter anderem Werke von Künstlern wie Damian Hirst, Olafur Eliasson, Elizabeth Peyton, Wolfgang Tillmanns, Monika Sosnowska und Anselm Reyle gemeint.

Boros, Inhaber einer Werbeagentur mit Standorten in Wuppertal und Berlin, zeigt in seinem Bunker wechselnde Ausstellungen seiner rund 500 Werke umfassenden Sammlung. Skulpturen, Rauminstallationen, Licht- und Performancearbeiten machen den Gang durch jene Räume, in denen zu Kriegszeiten tausende von Menschen dicht zusammengedrängt vor den Bomben Zuflucht suchten, zu einem Erlebnis bei dem sich Beklemmung zu Begeisterung wandelt. weiterlesen ‘Der Boros Bunker’

Besser als jede Affäre

•Mai 19, 2009 • Kommentar schreiben

Tango – eine mysteriöse Mischung aus Erotik und Melancholie.
Eine Sprache, ein intimer Dialog zwischen Mann und Frau, in deren Umarmung, el abrazo, eine Geschichte erzählt wird – mit meist tragischem Inhalt.

Andrea Menotti ver-führt Sie in das Berliner Reich der Tango-Sinne und ermöglicht es Ihnen den Gedanken von George Bernhard Shaw „Der Tango ist der vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens“ gemeinsam mit ihr zu tanzen und auch auszul(i)eben.

Andrea Menotti ver-führt Sie in das Berliner Reich der Tango-Sinne und ermöglicht es Ihnen den Gedanken von George Bernhard Shaw „Der Tango ist der vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens“ gemeinsam mit ihr zu tanzen und auch auszul(i)eben.

Zugleich ist Tango Versuchung pur! Ausdruck unserer geheimsten Phantasien -
prickelnd, gewagt und unglaublich sexy.
Das Zusammenspiel zweier Körper – raffinierte Verführung und erregende Versuchung zugleich.

Ein Spiel der Sinne

Entstanden ist der südamerikanische Tanz im 19. Jahrhundert in den Kaschemmen und Bordellen von La Boca, dem Hafenviertel von Buenos Aires. Ähnlich dem Jazz als eine Vermischung unterschiedlichster kultureller Einflüsse und Traditionen, war auch der Tango Ausdruck des Lebensgefühls der Minderheiten, der sich im Laufe seiner Geschichte zu einer komplexen Kunstform entwickelte. Eine Kunstform, die nicht nur Begeisterung auszulösen vermag, sondern vor allem auch den Respekt vor dem Geheimnis seiner Schönheit, seiner Geschichten, seiner Trauer.

Die Berliner Tango-Szene ist ein Treffpunkt der Singles

Nach Buenos Aires hat sich Berlin zu der Tango Metropole entwickelt. Nacht für Nacht widmen sich die Berliner Tangueros und Tangueras an einem anderen Ort dem verrucht, lasziven argentinischen Tanz. In rund 30 Salons finden Sehnsüchte, Sinnlichkeit, Melancholie und Glückseligkeit durch den Tango ihren Ausdruck.

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„Ich küsse nicht, ich lasse küssen“

•April 30, 2009 • 1 Kommentar

In der aktuellen Mai-Ausgabe des Männermagazins „Maxim“ erscheint ein geistreich- amüsantes Portrait über Carlos Obers,
Kreativ-Direktor der Begleitagentur „Greta Brentano“.
Lesen Sie hier Auszüge des Beitrages von David Baum:

Carlos Obers

Carlos Obers

„Ich küsse nicht, ich lasse küssen“

… Es ist eine etwas seltsame Welt, in die man eintaucht, wenn man einige Zeit den Ausführungen dieses Mannes mit der sonoren Bariton-Stimme, die an den TV-Arzt Dr. House erinnert, folgt. Nach gängigen Wertvorstellungen betrachtet ist Carlos Obers jemand dessen einst erfolgreiche Karriere unwiderruflich vorüber ist und der nun einen luxuriösen Callgirl-Ring betreibt – oder genauer: betreut. Denn darauf legt er großen Wert, ein Zuhälter sei er nicht: „Das sind alles selbständige, freigeistige Frauen, denen ich nur mit meinen Kenntnissen bei der Vermittlung helfe“, sagt er … es attraktiven Mädchen fernab des Rotlichtmilieus zu ermöglichen, käufliche Liebe anzubieten … Er schafft es, einen Escort-Service als Empanzipationswerk darzustellen, als Kulturrevolution der Erotik …

… Carlos Obers war ja auch nicht irgendwer in der Werbebranche … Obers ist eine echte Legende. Er hat die Kunst der professionellen Versprechungen nicht nur gelernt, sondern maßgeblich geprägt, mit seinen Kampagnen für die Vogue und Bulthaup-Küchen, für Siemens und das Dürer-Jahr. Von Dürer zeigt er damals dessen nackte Venus und schrieb darunter: „Ganz schön sexy für 1503“. Anfang der Neunziger, als Werber Superstars waren, die alle Klischees von koksenden, Porsche fahrenden, Models verführenden Genies erfüllten- in dieser Zeit war Obers ihr aller Boss, da war er als Präsident des deutschen Art Director´s Club auf dem Zenit seiner Karriere. Er war gut, er war mutig, er war ein Künstler … entwickelte mit seinem Freund und Förderer Bill Bernbach, der als Erfinder der modernen Werbung gilt, Anzeigenmotive, „die anders waren, subtil und intelligent“ …

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